Das

Freilichttheater Eußerthal

präsentiert  das Schauspiel

 

Liebe Freunde des Eußerthaler Freilichttheaters,

Leider mussten die diesjährigen Aufführungen abgesagt werden. Wir planen jedoch die Aufführungen für das nächste Jahr - 

Termine werden wir rechtzeitg auf dieser Seite veröffentlichen!

 

 

"Vom Totschlag bis zur

Fleischeslust"

vor Gericht um 1700

von

 Martin Trenkel, Eußerthal

Inszenierung

Achim Hess, Friedelsheim

 


Um Richten und Rechtsprechung geht es in dem neuen Spiel des Freilichttheaters Eußerthal. Nicht um Rechtsprechung von heute, sondern um die vor etwa 250/300 Jahren (um 1700/1750).

Heute sind vor dem Gesetz alle gleich: ohne Ansehn der Person, ob Mann ob Frau, ob arm ob reich. Das war damals nicht der Fall: Damals gab es Rechtsprechung für jedes Territorium, ja für jede Stadt. Jeder Schultheiß oder Stadtrat, jeder Herzog oder Kurfürst war zugleich Gerichtsherr und setzte eigenes Recht über seine Untertanen, auch wenn es allgemeines kaiserliches Recht gab. Dabei sollte nicht nur bis ins Kleinste ein ordentliches Zusammenleben durch Gesetze und Verordnungen geregelt werden. Die Untertanen sollten auch zu einem wohl- bzw. gottgefälligen Leben erzogen werden. Dieses wohlgefällige Leben sollte vor allem 'züchtig' sein; darum wurde jeglicherlei Unzucht besonders hart gestraft.

Zum Beispiel blieben selbst die, welche vor der Ehe ein Kind zeugten und danach heirateten ('die Kopulation eingingen'), nicht ohne Strafe:
(Aus einer Verordnung 1756) „Wie wohl auch die, die sich fleischlich vermischet und die nachfolgend gewahrte Schwängerung dadurch der Compensatio zubringen meinen, in dem sie einen Copulationschein erwerben und sich in die Ehe begeben, so sollen sie gehandelt und gestraft werden, als ob sie ohne Proclamation und Copulationsschein wären. Es ist die straf des Gerichts 20 fl. (Gulden). Es seye noch einmal verwiesen, dass beyschlaf ohn vorherige Proclamation und Copulation durch den Herren Pfarrer der straf des Amtes unterliegt und gericht werden kann wie die hurerey.“

Das Schauspiel beginnt mit einer Szene Hoher Gerichtsbarkeit: der Verhandlung eines Totschlags - und endet mit der Urteilsverkündung einer Kindsmörderin. Dazwischen tagt das Niedere Gericht hier auf dem Dorf  mit der Verhandlung kurioser, amüsanter, belustigender und zum Lachen reizender Vorfälle. Die dargestellten ernsten wie kuriosen Handlungen und Fälle sind keine Erfindung des Autors, sondern durchweg historisch authentisch. Dies wird durch Gesetzestexte belegt.

In allen Szenen mit Ausnahme der letzten tritt ein junger 'gnadenloser' Assessor auf, der am Ende selbst erfahren muß, wie schwer es auch gerade damals war, ein wohlgefälliges und vor allem züchtiges Leben zu führen."

 

Beginn:

 

 jeweils 20:00 Uhr

 

 Termine:

Liebe Freunde des Eußerthaler Freilichttheaters,

Leider mussten die diesjährigen Aufführungen abgesagt werden. Wir planen jedoch die Aufführungen für das nächste Jahr - 

Termine werden wir rechtzeitg auf dieser Seite veröffentlichen!


E
mail: FrohundHeiter@web.de

Email: Kartenreservierung@freilichttheater-eusserthal.de

Übernachtungsmöglichkeit finden Sie unter:

www.trifelsland.de

 

Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt!

Bitte achten Sie auf entsprechende Kleidung,

 da es in den Abendstunden doch recht kühl werden kann!

Damit Sie sich aufwärmen können, bieten wir Ihnen 

heißen Kaffee und mehrere kleine Lagerfeuer an!


Auf Ihr Kommen freut sich der 

Heimatverein e.V. Eußerthal 

"Froh und Heiter" 

und

alle Mitwirkende des Freilichttheaters!

 

 

Impressum